Endlich Frühling... die Natur erwacht! Und ich???

Die Natur erwacht und ich komme aus dem Gähnen nicht heraus…

 

Die Auswirkungen der Frühjahrsmüdigkeit sind einfach unangenehm. Ständiges Gähnen, Abgeschlagenheit, Erschöpfung oder Gereiztheit können durch den Wechsel in die hellere Jahreszeit hervorgerufen werden. Ich spüre das deutlich und es gibt Menschen, denen macht die Frühjahrsmüdigkeit sogar bis Ende Mai zu schaffen. Erst dann hat der Körper sich an die neuen Bedingungen gewöhnt. Weil ich darauf keine Lust habe, packe ich die Sache an – wer ist eigentlich für die Frühjahrsmüdigkeit verantwortlich und was kann ich dagegen tun?

 

Ursachen für Frühjahrsmüdigkeit gibt es viele. Schließlich hat der Winter uns mit seiner Dunkelheit und Kälte viel Energie genommen. Wir mussten Erkältungswellen abwehren und konnten nur eingeschränkt an die frische Luft.

 

Auch unser Hormonhaushalt ist mit schuldig: wir haben im Winter reichlich Melatonin produziert, ein Hormon, das uns müde macht. Gleichzeitig ist der Serotonin-Spiegel in unserem Blut gesunken, denn dieses “Glückshormon” braucht für seine Entwicklung viel Licht. Das muss jetzt erst mal neu getankt werden.

 

Einer der Hauptschuldigen ist aber das fettlösliche Vitamin D, das Sonnenvitamin. Es stärkt unsere Knochen und hat Einfluss auf die Leistungsfähigkeit unserer Muskeln. Außerdem ist es wichtig für die Herz-Kreislauf Gesundheit, das Immunsystem und zur Krebsabwehr.

 

Vitamin D wird durch Sonnenlicht in unserer Haut aktiviert. In den Wintermonaten bricht darum die Hautproduktion von D praktisch komplett zusammen, weil die Sonneneinstrahlung nicht nur gering, sondern auch zu flach ist. Die notwendigen UV-B-Strahlen kommen kaum auf unserer Haut an. Im Winter sinkt der Spiegel also naturgemäß ab, so dass im Frühling die Speicher leer sind.

 

Der Körper kann Vitamin D im Sommer aber nur dann speichern, wenn man regelmäßig in die Sonne geht – und zwar ohne Sonnenschutzmittel (ca. 20 Minuten täglich). Ich höre Aufschreie! Natürlich ist übertriebenes Sonnenbaden gesundheitsschädlich – das ist aber alles, was wir übertreiben. Sonnenlicht in wohldosierten Mengen ist erlaubt und unverzichtbar, weil es den Vitamin-D-Spiegel auf einem hohen Level hält.

 

Meine Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit sind daher:

 

Von April bis September heißt es Sonne tanken - aber dosiert! Arme und Gesicht täglich ca. fünfzehn Minuten in die Sonne halten hilft bereits. Also: raus an die Luft und Sonne und Sauerstoff tanken.

 

Wenn Du müde bist? Schlafen, schlafen, schlafen! Am besten, richtest Du Dich bestmöglich nach dem Tageslicht: zeitig ins Bett gehen und möglichst früh aufstehen. So lässt sich der Melatonin-Serotonin-Haushalt am besten ausgleichen.

 

Eine gesunde Ernährung ist jetzt besonders wichtig, damit viele notwendige Vitamine den Organismus vital halten. Gerade Vitamin E, Vitamin D und Eisen fehlen uns häufig nach einem langen Winter. Sie sind für unsere Vitalität zuständig. Fehlen sie, fühlen wir uns müde, antriebslos und gereizt. Bei Vitamin D ist die Versorgung über die Ernährung schwer, es sei denn, Du trinkst täglich etwa 22 l Milch oder isst drei- bis fünfmal pro Woche fettreiche Fische wie Makrele oder Lachs :-) Trotzdem unterstützt eine ausgewogene Ernährung die Versorgung mit wertvollen Mineralstoffen und Vitaminen. Bei akutem Mangel (kann vom Hausarzt bei einem Blutbild festgestellt werden) gerne auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen.

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