10. August ist Faulpelz-Tag... Zeit zum Entspannen

Das hab ich ehrlich gesagt noch nie gehört. Heute ist Faulpelz-Tag! Wie schön… und ich habe mir für heute meine Runde Sport im Fitnessstudio vorgenommen. Egal – das ziehe ich jetzt durch. Faulpelz kann ich danach auch noch sein.

 

Als erstes habe ich recherchiert, woher der Name überhaupt

kommt und habe mich gefreut, dass er gleich auch zum Thema Ernährung passt. Der Begriff Faulpelz stammt nämlich aus einer Zeit, in der Lebensmittel noch nicht perfekt gelagert werden konnten. Die Schmimmelschicht, die sich nach einiger Zeit auf ihnen bildete, nannte man den „Faulpelz“. Ihr kennt das vielleicht, wenn man z.B. Pilze falsch lagert. Nach ein paar Tagen bildet sich eine dünne weißhaarige Schicht auf der Außenhaut.

 

Wie viel Schimmel habt Ihr denn schon angesetzt? Oder seid Ihr eher hyperaktiv? Ich finde eigentlich, dass ein bisschen Faulheit gut tut. Einfach mal den lieben Gott einen guten Mann sein lassen, einen oder zwei Gänge zurückschalten und das Leben genießen. Wir leben in einer Zeit mit schnellen Entwicklungen – vor allem in der Technologie – und hektischen Jobs. Wir sind immer und überall erreichbar und wollen unsere Arbeit möglichst perfekt erledigen. So schlittern wir von einem Termin in den nächsten, von einem Telefonat ins nächste und checken zwischendurch fleißig Emails und WhatsApp.

 

Das Zauberwort heißt vielleicht nicht zwingend direkt „Faulpelz" zu sein“ sondern mal an „Entschleunigung“ zu denken. Nehmen wir doch mal Tempo aus dem Alltag und besinnen uns auf die Dinge, die uns wichtig sind. Mehr Sport, gesund kochen, Freunde und Familie treffen, ein Buch lesen, schöne Musik hören. Oder einfach mal an der frischen Luft tief durchatmen und genießen. Abschalten.

 

… schließt mal für 1 Minute die Augen und versucht an nichts zu denken. Nach wie viel Sekunden habt Ihr wieder auf die Uhr geschaut?

 

20 Sekunden? Hier ist definitiv Entschleunigung angesagt! Stress sollte nie „supercool“ sein, weil man dadurch nicht unentbehrlicher oder wichtiger wird als ohne. Man wird vielleicht eher krank. Das ist aber schon alles. Stress als Dauerbelastung sorgt maßgeblich dafür, dass Cortisol ausgeschüttet wird. Dieses sogenannte Stresshormon sorgt für einen erhöhten Blutzuckerspiegel und damit für mehr Energie… wir sind „kampfbereit“. Da wir aber schon lange nicht mehr vor Säbelzahntigern flüchten oder unser Abendessen selbst jagen müssen, wird im heutigen Alltag durch Cortisol unser Immunsystem eher geschwächt.

 

Der Faulpelz-Tag ist also ein guter Startschuss um umzudenken. Geht einfach achtsamer mit Euch um, reduziert den Stress. Hier ein

paar Tipps, die Euch dabei helfen können:

  1. Euer Schreibtisch versinkt im Chaos? Räumt auf und schafft Euch ein System. Der Tag beginnt viel weniger stressig, wenn der Schreibtisch ordentlich ist und man sortiert an die Arbeit gehen kann.Trotz aufgeräumtem Schreibtisch kommt Hektik im Büro auf.
  2. Lasst erst mal etwas frische Luft rein, wenn Ihr keine Zeit habt, Euch für ein paar Minuten draußen die Beine zu vertreten. Atmet ein paar Mal tief durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus.In Stresssituationen zieht man oft die Stirn kraus und schaut angespannt aus. Lacht doch mal und macht Euch positive Gedanken!
  3. Lachen ist das beste Mittel, um Stress abzubauen und sich gut zu fühlen. Mehr Sport und gesunde Ernährung – sucht Euch ein Sportprogramm, das Euch persönlich richtig Spaß macht, dann findet man weniger Ausreden, nicht hinzugehen. Sport macht den Kopf frei und entstresst. Ein paar schöne Rezepte für gesunde Ernährung findet Ihr hier auf meiner Homepage. Kocht doch mal mit Freunden oder nutzt das Gemüseschnibbeln bei Eurer Lieblingsmusik zum Runterkommen. Bei mir klappt das hervorragend.
  4. Freiräume schaffen. Nehmt Euch mal Euren Kalender vor. Wie viele Tage die Woche habt Ihr da schon verplant, wo kann man sich Blocker setzen, um mal nur Zeit für sich oder mit seinem Partner zu haben. Nehmt Euch bei schönem Wetter eine Fahrradtour in die Natur vor oder plant mal einen Wellnesstag.
  5. Legt auch mal das Smartphone weg und lest ein gutes Buch - nicht immer erreichbar sein zu müssen ist ein herrliches Gefühl. Gebt Euch regelmäßig diese kleine Auszeit und es wird Euch gut tun.

Es ist wirklich nicht schwer, auch mal faul zu sein. Setzt Arbeit und etwas Muße doch einfach in einen klügeren Rhythmus. Man muss es nur zulassen. Fangt mit einem Faulpelz-Tag an und arbeitet Euch dann vor – es wird Euch richtig gut tun.

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