Welcome to the Lebensmittel-Jungle! Was bedeutet eigentlich die Nährwerttabelle?

Jetzt hat man sich fest vorgenommen, in Zukunft gesünder zu leben, bewusst einzukaufen und ausgewogen zu kochen. Dann geht man voller Tatendrang in den Supermarkt seines Vertrauens, fokussiert vorbei an den Süßigkeiten-Regalen und der

Tütensuppe. Obst und Gemüse auszusuchen fällt nicht so schwer aber was ist z.B. mit Joghurt oder anderen Lebensmitteln, die vom Hersteller verpackt in den Regalen stehen? Was wähle ich aus, was ist gesund, wo lasse Euch besser die Finger von? Die Werbeindustrie verführt uns immer wieder zu „ach so gesunden“ neuen Trends, aber sind die das wirklich? Ich erkläre, worauf man achten sollte und wie man die Nährwerttabelle auf den Verpackungen besser versteht.

 

Für Menschen, die sich gesund ernähren wollen oder auf eine bestimmte Nährstoffzusammensetzung achten müssen, ist die Nährwertkennzeichnung eine wichtige Entscheidungshilfe beim Lebensmitteleinkauf. Seit dem 13. Dezember 2016 ist die Kennzeichnung der sieben wichtigsten Nährwerte auf nahezu allen verpackten Lebensmitteln Pflicht. Vorgeschrieben ist grundsätzlich die Tabellen-Form, in der sich die Angaben auf 100 Gramm oder 100 Milliliter eines Lebensmittels beziehen.

 

Folgende Kennzahlen findet man hier:

  • Brennwert/Energiegehalt - Normalerweise angegeben in kcal (Kilokalorien), manchmal auch in kj (Kilojoule). Die Energie, die dieses Lebensmittel liefert.
  • Fett - Unterteilt in gesättigte, Trans- (allgemein bekannt als schlechte Fette), einfach und mehrfach ungesättigte (gute Fette) Fette. Wählen Sie beim Einkaufen nach Möglichkeit Lebensmittel mit einem niedrigen Fettgehalt, das meiste davon sollten "gute Fette" sein
  • Kohlenhydrate - Angegeben in enthaltener Gesamtmenge, dann unterteilt in Zucker (schnell verdauliche Einfachzucker) und komplexe Kohlenhydrate (langsam verdaulich, ideal als Energiequelle)
  • Eiweiß - Hoher Eiweißgehalt begünstigt die Erholung und Regeneration der Muskelfasern nach körperlicher Anstrengung.
  • Salz – die Empfehlung liegt bei maximal 6g Salz pro Tag

Zusätzlich dürfen auch einfach oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Zuckeraustauschstoffe (wie Sorbit), Stärke, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe gekennzeichnet werden.

Angaben zu Vitaminen und Mineralstoffen dürfen aber nur dann erfolgen, wenn sie in entsprechend hohen Mengen enthalten sind – d.h. mindestens 15 Prozent der empfohlenen Tagesdosis in 100 Gramm oder 100 Milliliter des Lebensmittels. Zusätzlich muss bei Vitaminen und Mineralstoffen der prozentuale Anteil des Nährstoffs an der empfohlen Tagesdosis angegeben werden.

 

Nährwertangaben haben den Zweck, unsere Gesundheit zu schützen. Ziel ist es, dem Verbraucher Informationen über das Lebensmittel und seine Zusammen-setzung zu geben. So kann man wichtige Informationen erkennen, vergleichen und entsprechend einkaufen.

Fett und Kohlenhydrate sind nicht alleine wichtige Kennzahlen. Viel wichtiger ist der Anteil von gesättigten und Transfetten, sowie einfachen Kohlehydraten (Zucker). Je niedriger der Gehalt dieser Elemente, desto gesünder ist das

Lebensmittel, und desto einfacher wird es sein, mit gesunden Essgewohnheiten Ihr Gewicht zu halten.

 

Bei Milchprodukten ist zu beachten, dass immer ein natürlicher Gehalt an Milchzucker (Laktose) enthalten ist. Dieser liegt bei etwa 4,6 g/100 g. Alles was als Zucker hier mehr ausgewiesen wird, ist nachträglich zugefügter Zucker, den das Produkt eigentlich nicht benötigt. Zucker ist ein günstiger Rohstoff, der für Geschmack sorgt – es ist also denkbar, dass fettreduzierte Produkte (Fett ist Geschmacksträger! Je geringer der Fettanteil in einem Milchprodukt, umso weniger Geschmack hat das Produkt) Zucker zugeführt bekommen, damit es besser schmeckt :-)

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