Nimm Dir heute eine Kusszeit

Erinnert Ihr Euch an Euren ersten Kuss? An den längsten Kuss? An die außergewöhnlichste Stelle an der Ihr geküsst wurdet oder der außergewöhnlichste Ort, wo es passiert ist? Heute ist der Tag, an dem Ihr mal in Eurer Erinnerungskiste kramen könnt – es ist Internationaler Tag des Kusses!

 

Entstanden ist der Tag Anfang der 90er Jahre im konservativen England unter Margaret Thatcher. Man wollte ein Zeichen der Leidenschaft gegen die zugeknöpfte englische Moral setzen... und feiert diesen Tag bis heute.

 

Im Duden wird der Kuss als „drückende Berührung mit den (leicht gespitzten, leicht geöffneten) Lippen“ beschrieben. DRÜCKEND – das finde ich persönlich recht negativ. Küssen ist doch so schön, so aufmunternd, so entspannend, so gesund. WIRKLICH GESUND?

 

Aber ja! Glaubt den Wissenschaftlern, die sich immer wieder und seit Jahren mit dem Thema beschäftigen, wirkt sich das Küssen positiv auf das Immunsystem und die Gesundheit aus.

Über eine Sache sind wir uns alle einig: Küssen stellt den Körper auf den Kopf und löst etwas in uns aus – das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt und gut 30 Gesichtsmuskeln werden dabei genutzt. Außerdem verbrennen wir mit jedem Zungenkuss mehr als 10 Kalorien. Das allein sollte uns dazu bringen, viel mehr zu küssen. Hautkontakte generell sorgen für Wohlbefinden, indem das Bindungshormon Oxytocin ausgeschüttet wird – das gilt natürlich speziell, wenn es um die weiche Haut der Lippen geht.

 

Wer viel küsst stärkt sein Immunsystem. Das hat vor allem damit zu tun, dass man Speichel mit seinem Partner austauscht. Die im Speichel des Partners enthaltenen Bakterien unterscheiden sich von den eigenen um etwa 20 Prozent. Tauscht man diese Bakterien aus, werden Impulse zur Bildung von Abwehrkräften und Antikörpern aktiviert. Auch die Glückshormone, die beim Küssen ausgeschüttet werden, dienen der Stärkung des Immunsystems und lassen uns entspannen – auch wenn es ganz doll aufregend ist. Küssen bremst die Entstehung von Glukokortikoiden, also Stresshormonen und senkt damit Blutdruck und Cholesterinwerte. Außerdem kann ein zärtlicher Kuss einem noch so schlechten Tag eine gute Wendung geben.

 

Damit es nicht zu wissenschaftlich wird, hier noch ein paar Kuss-Fun-Facts:

  • Im US-Bundestaat Michigan ist es verboten, seine Frau sonntags zu küssen
  • In Frankreich sind Küsse auf Bahnübergängen verboten
  • Nur 3 Prozent der Frauen, aber 37 Prozent der Männer küssen mit geöffneten Augen
  • In den 80er-Jahren dauerte ein inniger Kuss gerade mal fünf, heute im Schnitt ganze 12 Sekunden
  • Rund 4000 Bakterien werden beim Küssen ausgetauscht
  • Die Enzyme im Speichel schützen die Zähne vor Karies und Parodontose
  • In 70 Lebensjahren küsst ein Mensch etwa 110.000 Minuten, bzw. 76,4 Tage

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Nici (Freitag, 06 Juli 2018 13:47)

    Schöner Beitrag - dann fühlt euch beide mal geküsst ��

  • #2

    Ralph Wetzels (Freitag, 06 Juli 2018 15:27)

    Ja dann mal los...wenn die Bine gleich heim kommt����