Die Familie - ein gesunder Mix aus Chaos und Liebe

Durch Zufall lese ich, dass heute "Tag der Familie" ist und beobachte mich dabei, wie es mir ein Lächeln auf das Gesicht zaubert. Gesichter, Situationen und Orte rauschen mir durch den Kopf. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich ein echter Familienfreak bin. Ich liebe sie alle... mit ihren Ecken und Kanten, mit ihren Rundungen und Eigenarten.

 

Wir sind ein großer Haufen - also RICHTIG groß! Ich zähle durch und komme auf alleine 13 Familienmitglieder hier im Ruhrpott, dann die "Ausgewanderten" und die "Woanderslebenden". Allein in Berlin, bin ich stolze Nichte von drei Tanten und einem Onkel mit neun Cousins und Cousinen, die alle auch schon wieder Kinder haben. Mein Mann brachte noch die Verwandtschaft im tiefen Süden des Landes mit, im schönen Allgäu - neben den Schwiegereltern noch ein Schwager und eine Schwägerin, und drei Nichten. Und mein Vater mit dem Familienzweig in Wien. WER BIETET MEHR?

 

Und: was bedeutet EUCH die Familie?

Wir, also mein Mann und ich, sind Gottseidank beide echte Familienfreaks und versuchen, die Bande so oft wie möglich zu sehen, zusammenzubringen und beieinander zu sein. Mal nur im kleinen Kreis, aber manchmal auch einfach zum Familienfest in großer Runde. Das fängt oft im Chaos an, weil immer alle in der Küche stehen (und das ist auch in unserer offenen Küche mit 10 oder 15 schwierig), aber löst sich meist in ein herrliches gemeinsames Stimmenrauschen im Haus und Garten aus. Jeder ist jedem vertraut und hat so seine Themen.

 

Ich genieße die Zeit sehr und noch mehr genieße ich den Blick der "Älteren", wenn sie zufrieden in die Runde schauen.

 

Wo es andere schaudert, schrecken wir nicht zurück: Familienurlaub. Das muss nicht jedes Jahr sein und auch nicht immer in der gleichen Konstellation, aber wir haben das nun schon mehrfach gemacht. Mal nur mit den Eltern, mal mit Cousinen und Cousins, mal alle zusammen. Das Schöne dabei ist, jeder genießt die Zeit zusammen, geht aber auch seine eigenen Wege. Und abends beim Essen und Glas Wein freuen wir uns wieder, wenn wir den Tag rekapitulieren und von Früher erzählen.

Natürlich gibt es Zeiten, wo Familie auch mal zu viel wird oder wo es Probleme zu regeln gibt. Zeiten, in denen Wohnungen renoviert werden müssen oder Tränen getrocknet werden. Manchmal gibt es eine WhatsApp-Standleitung nach Berlin oder ein langes Telefonat innerhalb der Stadt. Es gibt auch Zeiten, wo man einfach mal Ruhe haben möchte und für sich sein will, aber spätestens nach ein paar Wochen hecke ich schon wieder einen Plan aus, wie wir das nächste Familientreffen gestalten können.

 

Ich habe mal was Cooles gelesen: "Wir halten zusammen, beherrschen das Chaos, umarmen, flüstern, schreien, lachen, haben uns lieb, vergeben neue Chancen, weinen, machen Fehler, leben, trösten verzeihen, haben viel Spaß und sind so wie wir sind: eine Familie."

 

Also Ihr da draußen, im Pott, Berlin und Dresden, in Wien, im Allgäu und dem Rest der Welt - Ihr seid spitze, weil Ihr unsere Familie seid.

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