Lieber Stress! Es ist aus, sorry!

Die Sommerferien sind jetzt in allen Bundesländern durch und die meisten von euch fühlen sich  noch erholt und frisch.


Und dann das... ihr werdet erwartet von einem Haufen Wäsche und E-Mails. Die Eltern wollen, dass ihr "Mal eben" vorbei kommt, die Freundin hat eine neue Liebe und muss das unbedingt schnell erzählen und der Chef hat schon sehnsüchtig gewartet, weil ein wichtiges Meeting vorbereitet werden muss - welcome back! Ziemlich schnell ist man zurück in der alten Tretmühle. Man rauscht kurzatmig durch den Arbeitstag, verpasst die Lieblingsyogastunde, macht noch schnell ein paar Erledigungen und wenn man den Supermarkt erreicht, ist man gerade noch motiviert, eine Tiefkühlpizza in den Wagen zu legen.


REWIND!!!

 

Spätestens in dem Moment solltet Ihr euch zurückpfeifen und erst mal tief durchatmen. In diesem Szenario findet man gleich mehrere grobe Fehler:

  1. Kurzatmigkeit: bei allem Stress sollte man regelmäßig auf seinen Atem achten. Atmen lässt sich kontrollieren und wer bewusst darauf achtet, kann Stress schon auf diese Weise besser bewältigen.
  2. Sport vernachlässigen: geht gar nicht! PUNKT! Der innere Schweinehund muss und soll immer überwunden werden. Wenigstens 2 Mal pro Woche macht Sport total Sinn. Erst durch Bewegung werden vermehrt Hormone produziert, die Stresshormone quasi neutralisieren. Außerdem lenkt man die Konzentration von den stressigen Gedanken ab z.B.  auf die Ausführung von Übungen, den Teamgeist beim Mannschaftssport oder den Rhythmus beim Laufen. Im Prinzip ist egal für welche Sportart man sich entscheidet - die Hauptsache ist, man bewegt sich. Yoga, Fußball, Joggen oder Tanzen - Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
  3. Tiefkühlpizza: geht noch viel weniger! AUCH PUNKT! Die richtige Ernährung ist das A und O, um resistent gegen Stress zu werden. "Aus Stress mit Essen wird AUS mit Stress-Essen" ist mein beliebter Spruch und Titel eines Vortrags, den ich gern halte. Haben unsere Großeltern früher noch gut 2,5 Stunden für die Zubereitung einer Mahlzeit aufgewendet, benötigen wir heute gerade einmal etwa 15 Minuten.

Wie entsteht Stress eigentlich?

Stress ist ganz „normal“ – es ist die psychische und physische Reaktion auf die Bewältigung höherer Anforderungen im Alltag. Im Prinzip ist Stress nur eine gesunde Alarm-Reaktion des Körpers. Ein Urinstinkt signalisiert, dass der Körper durch innere oder äußere Faktoren bedroht wird und schnell reagieren muss. Binnen weniger Sekunden werden die Stresshormone Adrenalin, Insulin und Cortisol ausgeschüttet.

Der Puls steigt und die Muskulatur spannt an. Die Atmung wird schneller. Unser Herz-Kreislaufsystem läuft auf Hochtouren. Evolutionsbedingt war es für unsere Vorfahren überlebenswichtig in Gefahrensituationen und Herausforderungen mit Flucht oder Kampf zu reagieren, z.B. wenn plötzlich ein Säbelzahntiger auftauchte. Der Säbelzahngier ist heute vielleicht der Computer, ein überfüllter Supermarkt oder drängelnder Chef. Die Reaktion ist immer gleich: der Körper ist bei Stress in Alarmbereitschaft und bereit alles zu geben.

 

Auf Dauer machen solche Situationen natürlich krank. Läuft der Körper immer auf Hochtouren und kann nicht entspannen, entstehen Symptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Gereiztheit oder im Ernstfall Krankheiten wie Burn-Out oder Depressionen.

 

Neben der regelmäßigen Entspannung und dem Ausgleich durch Sport, hilft eine gesunde Ernährung, den Körper im Gleichgewicht zu halten und die nötigen Bausteine für Anti-Stress-Hormone zu liefern. Viele sekundäre Pflanzenstoffe aus Obst, Gemüse, Kräutern und Gewürzen helfen zusätzlich, um gelassener zu werden.

 

Stay tuned für ein paar Beispiele und Tipps in Folge 2 zum Thema Stress-Ernährung!